In Anlehnung an
Steffis Blog und “Haustier” präsentiere ich euch heute meine Fischbrötchen-Tasche. Schon vor 10 Tagen genäht, wartete sie immer noch darauf, auf Schwertfisch gezeigt zu werden.
Es war ein ziemlich spontanes Projekt, aber diese spontanen Projekte sind mir die liebsten. Eine fixe Idee im Kopf, losziehen, Stoff kaufen, nähen, fertig. Meist bin ich gerade unterwegs, hab plötzlich Lust, mal wieder in der Stoffabteilung vorbei zu schauen und schon gehts los. Und beim Stoffkauf gibt es bei mir die Besonderheit, dass ich selten vorher weiß, wonach ich suche. Es ist nämlich nicht so, dass ich suche und dann etwas finde. Vielmehr lass ich mich überraschen, was es für eine Auswahl gibt und verliebe mich dann in irgendeinen bestimmten Stoff. Mir ist es glaube ich noch nie passiert, dass ich mich nicht zwischen mehreren Stoffen entscheiden konnte. Entweder ist es Liebe aif den ersten Blick, oder ich kaufe gar keinen Stoff.
Leider ist Stoff nicht gerade günstig und für einen halben Meter kann man schon mal gut 10,-€ ausgeben. Ich weiß gar nicht warum, aber bedruckte Musterstoffe sind unwahrscheinlich teuer. Und der schwarze Außenstoff hat genau so viel gekostet wie der Futterstoff, ist dafür aber auch fest und robust. Insgesamt also eine lohnenswerte und zufriedenstellende Investition :-).
Ich mag das Gefühl, mit dem erbeuteten Schatz zur Kasse zu gehen, genau nach meinen Wünschen zugeschnitten, und ihn anschließend nach Hause zu tragen. In der Bahn muss ich mindestens einmal die Tüte hervor holen, um ihn mir noch einmal anzuschauen. Und mein Gehrin arbeitet dann schon auf Hochtouren, um einen passenden Schnitt zu überlegen -wenn das denn nicht schon in der Stoffabteilung passiert ist.
Wie schon gesagt, diesmal hatte ich jeweils einen halben Meter, es sollte also eine große Tasche werden. Und ich kaufe immer großzügig ein. Denn nichts ist dümmer, als bei 10cm knauserig gewesen zu sein, um vielleicht einen Euro zu sparen, und dann zuhause nicht hinzukommen. Ein paar Skizzen später und nach Festlegung der endgültigen Maße kann es dann richtig losgehen. Ich bin immer total eifrig, obwohl ich schon am Anfang weiß, dass es mich einige Stunden und zwischendurch auch einige Nerven kosten wird. Mal reißt der Faden, mal ist der Unterfaden leer, mal kommt irgendwas nicht hin, egal wie gut man gemessen und aufgezeichnet hat. Ich sage mir dann immer: Egal, jetzt habe ich schon den halben Samstag in Schlafzeug vor der Nähmaschine, dem Bügelbrett und mit Stecknadeln zugebracht, dann kommt es auf die andere Hälfte auch nicht mehr an. Und wenn der Stoff vom Bügeln noch heiß ist und man sich die Finger verbrennt, die dummen Stecknadeln einfach nicht durch den dicken Stoff wollen und einem fies in die Finger pieken, oder man einfach mal eine halbe Stunde braucht, um einen blöden Träger umzukrempeln, dann ist es Zeit für eine kleine Pasue, was zu essen und zu trinken und etwas völlig anderes tun.
Am allerbesten ist eigentlich der Moment, wenn man nach dem Zusammennähen aller Teile die ganze Tasche umkrempelt und sieht, ob man alles so zusammengesteckt und genäht hat, dass es passt. Dann kann man voller Stolz das letzte kleine Krempelloch zunähen, irgendwas in die Tasche füllen und -immer noch im Schlafzeug und mit müden Augen- vor den Spiegel treten und sein Werk an der eigenen Schulter bewundern.
Diesmal fast ohne Worte und nur in Bildern:
Ganz zum Schluss ein ganz paar Worte: Es hat riesen Spaß gemacht, diese Muffinmixgläser zusammenzustellen und zu verschenken! Und ich glaube, sie sind auch ziemlich gut angekommen. Immerhin sind sie persönlich, bunt, mit Schokolade, selbstgemacht und zum Essen ;-)
Sonntag Morgen musste ich Eva recht bald rausschmeißen, denn ich war mit Sandra zum Frühstück im Café du Passage verabredet.
Unseren anschließenden Spaziergang am Leinpfad-Kanal habe ich dann mit einer kleinen Unterbrechung zusammen mit Melanie, Thomas und Juna fortgesetzt, um die Sonne maximal auszunutzen (und natürlich, weil ich so noch ein bisschen mit Juna kuscheln konnte) :-)
Wieder zuhause, erwartete mich bereits Daniel, der zum Glück schon wiedergekommen war. Denn so nett es auch ist, das Bett mal ganz für mich allein zu haben, ist es noch viel schöner, mich beim Einschlafen an Daniel rankuscheln zu können :-)
Was dieses Wochenende übrigens auch außerordentlich gut gemacht hat, war das fantastische Wetter. Da kann das aktuelle Wochenende wirklich nicht mithalten…