Eva schreibt: Zurück aus der Sommerpause
Ich denke dabei an
- den Duft von Himmbeeren und Nadelbäumen, als ich mit Papa durch den Wald gestreift bin und verlassene Hütten erforscht habe
- Lappenbrot und Schokostreusel
- lange Doppelkopfnächte
- Elchtouren bei Nacht, auch wenn wir nicht wirklich einen Elch entdeckt haben
- Frisbee-spielen mit Mama und Papa an einer netten Badestelle, an der wir den ganzen Tag verbracht haben
- Blaubeeren und Walderdbeeren am Wegesrand
- ein lustiges Mädelszimmer, das sehr diplomatisch für sein Wohnrecht in Haus 1 verhandelt hat :-)
- spontanes Baden nach einer langeren Wanderung ohne Schwimmsachen, also einfach nackt. Der Wind musste uns danach trocknen
- eine Woche lang ganz viele liebe Freunde um sich zu haben
Bei diesen Bilder erinnere ich mich an
- Temperaturen immer zwischen 30 und 40°C
- 30 Stunden Busfahren
- so viel Pizza innerhalb von 10 Tagen, wie ich sie sonst in nem halben Jahr essen würde
- jeden Tag neue Leute kennen lernen
- völlig überfüllte Metros, Straßen, und Plätze
- Schlangen von 50 bis 100 Mädels, die alle in der kurzen Pause auf dem Rastplatz auf Toilette müssen
- Hunger! ;-)
Lovely
Genauso war unser Wochenende: lovely. Ich habe ein bisschen gehadert, diesen Post zu beginnen, denn er wird wieder einmal “nur” darüber berichten, was wir am Wochenende so gemacht haben und ich war mir nicht sicher, ob das nun wirklich ein Thema mit Mehrwert ist. Aber vielleicht erfüllt es ja doch einen guten Zweck - und zwar den, euch dazu zu ermuntern, darüber nachzudenken, was euch dieses Wochenende glücklich gemacht oder doch zumindest ein Lächeln entlockt hat. Für mich war das zum Beispiel:
…am Freitag eineinhalb Stunden beim Friseur betüdelt zu werden. Und als einzige Verrückte dem Gewitter, das sich über dem Stadtpark zusammenbraute, nicht zu entfliehen, sondern ihm mit Fullspeed mit dem Fahrrad entgegenzubrausen. Immerhin hatte ich meine Warnweste an.
…mir am Samstag Vormittag die Fingernägel himmelblau zu lackieren. Und mit Daniel in die Stadt zu fahren, eigentlich mit dem Ziel, die Turner-Ausstellung anzugucken, aber Nähgarn kaufen, Window-Shopping und Kaffeetrinken auf dem Alsteranleger waren mindestens ebenso schön.
…am Sonntag einen Kuchen zu backen und dann mit besagten Kuchen auf dem Gepäckträger (jetzt hätte ich doch tatsächlich fast Gebäckträger getippt!) zu Babsties zu fahren und ganz viel Schmusezeit mit zwei wirklich ganz entzückenden kleinen Mädchen abzugreifen.
Schön war es auch, einen Krimi zu lesen, Ciabatta-Brötchen zum Frühstück zu essen und die neugekauften Rosen in Vasen zu arrangieren.
Das hier war übrigens - wie unschwer zu erkennen - die Reiseverpackung für den Kuchen:
Und was hat dir dein Wochenende versüßt?
Blumenglück
Ich liebe Blumen. Ich mag sie nicht nur oder finde es ganz nett, wenn ich mal welche geschenkt bekomme. Nein, es bereitet mir echtes Glück, schöne Blumen zu betrachten. Seien es die Winzigkleinen, Filigranen am Straßenrand und zwischen Mauerritzen und Wegeplatten, oder seien es die Prachtvollen, fast schon Angeberischen in Parks, Floristikstudios und Hochglanzmagazinen. Zugegeben, wenn es um Blumensträuße geht, habe ich meine ganz eigenen Vorstellungen. So manches Arrangement, das man in Blumenläden oder - noch schlimmer - im Supermarkt findet, lässt mich einfach nur den Kopf schütteln. Uninspiriert, langweilig, viel zu stromlinienförmig und lieblos sind so manche dieser Exemplare.
Da fahre ich doch lieber selbst am Samstagmorgen auf den Markt, kaufe drei Bund Rosen und zwei Bund Dahlien, fahre danach noch eine halbe Stunde Wildblumenpflücken auf einer Brachstelle und stelle mir dann zuhause meine ganz eigenen Sträuße zusammen. Drei - nach meinem Geschmack - ganz wunderschöne Blickfänge, für jeweils nur drei Euro und außerdem inklusive der Freude, mich mit jedem einzelnen Stängel zu befassen: perfekt :-)