Inspiriert von Evas tollem Taschenbeitrag habe ich am Samstag endlich Klaras “Weihnachtsgeschenk” fertiggenäht. Abends habe ich sie dann auch direkt getroffen und konnte ihr das Geschenk übergeben. Also ganz passend zum Kälteeinbruch, den wir hier gerade in Hamburg erleben :-)
Eigentlich hatte ich am Samstag auch nicht mehr viele Schritte vor mir, wenn man sich allerdings mehrmals beim Abmessen vertut, kann auch das recht einfache Zusammennähen von drei Stücken Stoff zu einem Schal sehr lange dauern…
Das Ergebnis ist nicht perfekt gerade, aber das macht mir absolut gar nix aus. Wer guckt sich schon die Nähte eines Schals an? Mir gefällt meine Neuzusammenstellung der Stoffe sehr gut und der Schal ist durch die zwei Lagen (Baumwolle + Fleecestoff) extrawarm und sehr schön kuschelig. Und ich denke, die Farben passen super zu Klaras wunderschönem roten Haar.
Sehr dankbar war ich bei diesem Projekt für meine tolle Schneidematte, das dazugehörige Lineal und meinen “Stoffpizzaschneider”. Wenn man so tolle Werkzeuge hat, macht das Nähen gleich doppelt so viel Spaß :-) Und für die, die an den weiteren technischen Details interessiert sind: Die Stoffe habe ich alle bei Karstadt gekauft, die gemusterten sind Tilda-Stoffe. Der Schal besteht aus einem langen Stück Fleece und einem Stück Baumwolle, das ich aus mehreren kleinen Teilen zusammengesetzt habe. Dann habe ich die beiden großen Teile rechts auf rechts mit ungefähr 1,5 cm Nahtzugabe zusammengenäht und durch eine kleine offengelassene Stelle gewendet. Die Öffnung habe ich dann mit der Hand zugenäht. Also eigentlich easypeasy :-)
Weil wir zuhause alle immer so viel um die Ohren haben und selten dazu kommen, uns mal ganz in Ruhe zu sehen, haben wir uns fürs Wochenende vorgenommen, irgendwas nettes zusammen zu unternehmen.
Und da wir eh gerade ein Auto zum Probefahren hatten, weil wir uns ein neues Auto kaufen müssen, sind wir zum Wildpark Schwarze Berge in Hamburg-Harburg gefahren.
Es war wirklich ziemlich, ziemlich kalt bei -4°C und Schnee. Aber dafür waren auch nicht so viele Besucher da, man musste sich also nirgends an den Gehegen drängen. Und der Schnee hatte den ganz klaren Vorteil, dass alle Tiere ziemlich gut zu sehen waren.
Tückisch war es, zu lange an einer Stelle stehen zu bleiben. Denn dann sind einem sofort die Finger und vor allem auch die Füße eingefroren. Aber irgendwie gab es doch immer wieder so viel zu gucken und zu streicheln…
So ein genussvolles Kraulen hat sich dieses Hängebauchschwein jedenfalls gerne gefallen lassen.
Mein Highligt war das Feldermaushaus, in dem die kleinen Tiere frei herum fliegen und gerne mal auf einem Rucksack oder Schal landen. Mama hatte zum Glück daran gedacht, eine Banane mitzunehmen. Und so konnte man mit sehr viel Geduld ein Stück Banane auf seiner Hand in die Luft strecken und irgendwann, nach langem Warten, ist eine Fledermaus gelandet und hat sich das Obst abgeholt.
In der Kunsthandwerker-Halle haben wir uns bei heißer Schokolade mit Sahne aufgewärmt und die Meerschweinchen und Störche in ihrer Winter-Unterbringung beobachtet. Dieses Meerschweinchen lebt ja wohl im Paradies, bei so viel Auswahl…
Danach waren wir schön aufgewärmt. Der Plan war dann durchs Freilaufgehege zu laufen, um einfach mal ein bisschen zu gehen und auch warm zu bleiben.
Nicht einkalkuliert war dabei die Flugshow, die wir uns dann doch nicht entgehen lassen konnten.
Uhu Lotte wollte nicht so richtig mitspielen und ließ uns lange in der Kälte warten. Dafür war die Vorführung mit dem Weißkopfseeadler um so beeindruckender.
Nach der Flugshow waren wir dann aber so durchgefroren, dass wir einen schnellen Schritt an den Tag gelegt haben, um noch einmal bei den Wölfen und der Mäuseküche vorbei zu schauen, und dann auch wieder Richtung Auto zu gehen. 3 Stunden waren wir im Park gewesen und es war ein beeindruckendes Erlebnis, die Tiere auch einmal im Schnee zu beobachten.
Frisch ausgepresste Säfte sind etwas wunderbares. Mal nehme ich Grapefruits und Mandarinen, heute waren es saftige, zuckersüße Orangen.
Beim Stricken kann ich mich absolut entspannen und ruterfahren. Immer eine Masche nach der anderen, Reihe für Reihe. Und dabei entsteht ein kuschelig-weicher Schal, dem ich beim Wachsen zuschauen kann.
En liten snigel (schwedisch: eine kleine Schnecke). Auf meinem Daumennagel habe ich sie als mein persönliches Haustier immer dabei und bekomme gute Laune wenn ich sie sehe. Ob beim Stricken, Kassieren oder bei meinen Schwedischhausaufgaben.
Vogelspuren im Schnee auf unserer Terrasse zeugen von kleinen Gästen in unserem Garten. Später entdecke ich dann auch voller Freude einige Meisen, Spatzen und zwei Rotkehlchen an den gestern aufgehängten Meisenknödeln.
An meinem Klavier und beim intensiven Üben kann ich alles um mich herum vergessen. Meine Finger fliegen über die Tasten, ich steigere das Tempo, bin hochkonzentriert und werde in einen musikalischen Sucht-Strudel gezogen. Immer und immer wieder spiele ich meine Stücke und die Zeit vegeht.
Und schließlich sieben wunderschöne Tulpen, die mir in der kalt-grauen Regen- und Schneezeit ein bisschen Frühling und bunte Farben auf den Schreibtisch bringen.
Hast du auch kleine Glücklichmacher, die dir ein Lächeln aufs Gesicht zaubern?